fbpx

    Emotionsregulation ist, wenn man seine Gefühlsfernbedienung in den eigenen Händen hat. Kennen Sie zum Beispiel die Situation, wenn Ihr innerer Krieger die Flammenschwerter zückt, wenn ein Kommentar von der Seite Sie verärgert? Oder wenn Ihre Horror-Szenario-Kompetenz zum Vorscheinen kommt und Angst Sie lähmt? Manche Menschen oder bestimmte Situationen drücken bei uns Knöpfe auf der Gefühlsfernbedienung. Resilienz unterstützt die Emotionsregulation und gibt Ihnen die Kontrolle über Ihre Gefühle zurück.

    Emotionsregulation
    Wer drückt eigentlich Ihre Knöpfe?

    Was bedeutet Emotionsregulation?

    Die Vorstellung am Arbeitsplatz in Tränen auszubrechen ist sicher für keinen Menschen eine schöne. Woran liegt das? Es tut gut unseren Emotionen Ausdruck zu verleihen, allerdings gibt es dafür immer einen passenden Rahmen. Um in diesem Rahmen zu bleiben, hilft die Emotionsregulation.

    Es geht dabei nicht darum, Gefühle völlig zu unterdrücken und zu verbieten. Vielmehr geht es darum, starke Gefühle herunter zu regulieren und negativ bewertete Emotionen durch positive zu ersetzen. Oft schaffen wir das intuitiv, schließlich boxen Sie nicht jedem Kollegen ins Gesicht, sobald der Sie verärgert. Manchmal bedarf es bei der Emotionsregulation allerdings auch Unterstützung.

    Warum ist Emotionsregulation wichtig?

    Die eigene Gefühlsfernbedienung in der Hand zu haben, hat gleich mehrere Vorteile. Zum einen stärken Sie so Ihre Selbstwirksamkeit. Wir neigen dazu uns von starken Emotionen und Stress lähmen zu lassen. Fühlen und Denken sind stark miteinander verbunden, sodass das eine das andere verhindern kann. Wenn wir also Kontrolle über das Fühlen haben, bleiben wir denk- und handlungsfähig. Besonders bei Herausforderungen geraten wir so nicht in eine Problemtrance, sondern bleiben stark und selbstwirksam.

    Ein weiterer Vorteil ist, dass wir durch diesen Resilienzfaktor lernen können, uns selbst gute Gefühle zu machen. Resiliente Menschen schaffen es mit Hilfe von Emotionsregulation Wut, Trauer, oder Angst zu neutralisieren oder gar in eine positive Emotion wie Freude zu verwandeln. Es geht um den Prozess, sich selbst in einen guten Zustand zu bringen. So stärken Sie Ihr Wohlbefinden, Ihre Gesundheit und verhindern vielleicht auch die ein oder andere unschöne Situation.

    Wie funktioniert Emotionsregulation?

    Eine Sache vorweg: Wir können nicht komplett bestimmen, wie wir uns fühlen. Und das ist auch gut so, denn Emotionen sind wichtig für unsere Gesundheit und die Bindung zu anderen Menschen. Wir können aber einen besseren Umgang mit unseren Emotionen lernen. Mit folgenden 3 Punkten lernen Sie, die Gefühlsfernbedienung in die eigene Hand zu nehmen.

    1. Selbstwahrnehmung stärken:

    Selbstwahrnehmung ist eine wichtige Säule der Resilienz. Es ist die Bindung zu unserem Körper, sodass wir uns richtig verstehen und daraufhin auch besser mit uns umgehen. Gefühle äußern sich oft durch körperliche Anzeichen, wie schwitzige Hände, Herzklopfen, Verspannung, etc.  Lernen Sie auf ihren Körper zu hören, beispielsweise durch Achtsamkeitsmeditation. Versuchen Sie dabei, das Gefühl so genau wie möglich zu beschreiben.

    2. Mentale Pause:

    Besonders in hitzigen Situationen vergessen wir, wie gut es tut, kurz innezuhalten. Abstand von akuten Stresssituationen hilft, die Situation in einem anderen Licht zu sehen. Besonders gut tun dabei eine One-Minute-Meditation oder Klopfen.

    3.  Gefühle wertschätzen:

    Emotionen sind wichtige Begleiter in unserem Leben. Sie haben beispielsweise die Funktion unsere Werte und Ziele zu schützen (Ärger) oder hüten unsere Sicherheit (Angst). Keine Emotion hat den Sinn uns zu schaden. Wenn wir verstehen, warum wir ein bestimmtes Gefühl empfinden, bauen wir zu uns selbst Empathie auf, und schätzen uns selbst mehr wert. Außerdem reagieren wir dadurch angemessener in schwierigen Situationen.