Vielleicht kennen Sie die „Ja, aber“-Menschen. Ich nenne sie so, weil es in Gesprächen mit ihnen immer wieder heißt: „Ja, aber…“ Jetzt kann man sagen, dass sie damit immerhin schon einmal ja gesagt haben, das ist sicherlich richtig. Auf der anderen Seite hat es einen Beigeschmack. Das „Ja, aber“ ist ein „verstecktes Nein“.

Wir haben die Angewohnheit, alles vor einem Aber zu ignorieren. Das heißt auch, dass positive Punkte in der Kommunikation einfach überhört werden, weil ja „eigentlich“ etwas anderes im Vordergrund steht. Gerade in der Kommunikation von Zwickmühlen ist es jedoch wichtig, beide Seiten dem Gegenüber deutlich zu machen, ohne eine mentale Hierarchie der Punkte. Machen Sie sich bewusst, dass ein „aber“ abgrenzt. So können Sie „Ja, aber“ auch weiterhin verwenden, wie gehabt.

Kleines Resilienz-Experiment für bessere Kommunikation

Um Ihre Kommunikation dagegen noch effektiver zu gestalten, und um sich und anderen Menschen klarer und eindeutiger zu begegnen, nutzen Sie doch mal folgende beiden Alternativen: Statt „Ja, aber“ sagen Sie entweder „Ja und“ oder Sie ersetzen einen Tag lang jedes „Ja, aber …“ mit einem „Nein … und …“.

Denn das „und“ verbindet zwei verschiedene Positionen. Wenn Sie „Ja, und“ sagen, erhöhen Sie die Chance, dass das die Nachricht positiv aufgenommen wird und Sie gleichzeitig Ihren eigenen Standpunkt vertreten können. Wenn Sie „Ja, aber“ sagen, obwohl Sie nein meinen, hilft Ihnen dagegen diese Fomulierung, Ihren eigenen Gefühlen treu zu bleiben und senken damit das Ihr Stress-Level.

Zum Beispiel: „Kannst du mir kurz bei dieser Sache helfen?“

  • „Ja, aber ich muss noch was erledigen“
  • „Ja, und ich komme, wenn ich Zeit habe“
  • „Nein, und frag Kollege XY, ob er gerade Zeit hat

Wie wirken diese Sätze auf Sie? Prüfen Sie in Ihrem Alltag, ob Sie wirklich „Aber“ oder doch eher „Nein“ oder „Und“ meinen. Die Wirkung in Bezug auf Klarheit Ihrer Kommunikation und auch das Gefühl, stimmige, kongruente Aussagen zu machen, ist unglaublich.

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