Bindung ist eine der sieben Säulen der Resilienz. Sie ist sowohl eine Grundhaltung, als auch ein wichtiges, menschliches Bedürfnis. Bindung bezieht sich auf soziale Beziehungen. Sowohl zwischen zwei Menschen,  als auch innerhalb einer Gruppe oder eines ganzen Systems.

Der Mensch ist ein soziales Wesen. Wir brauchen Beziehungen, um uns sicher, geborgen und wohl zu fühlen. Bindungen eingehen hilft uns außerdem im Alltag weniger Stress aufzubauen. Zum einen entspannt allein das Teilen unserer Gedanken und Gefühle mit anderen uns selbst. Sicher kennen Sie das Gefühl, sich einfach mal bei jemandem „auszuheulen“ und danach geht es besser. Dafür muss der Gegenüber nichts weiter tun als zuhören und da sein. Zum anderen helfen feste Bindungen auch bei der Bewältigung von Problemen. Wir können dann eher auf Unterstützung und Hilfe bauen und Aufgaben auch mal abgeben. Voraussetzungen für beide Aspekte sind Empathie und Vertrauen.

Was sind Bindungen?

Bindungen im Leben sind essentiell für eine gesunde und normale Entwicklung unserer Psyche. Dabei gibt es viele verschiedene Arten von Beziehungen. Von einer Geschäftsbeziehung bis hin zu einer Liebesbeziehung. Wenn wir von Bindung sprechen, gehen wir von einer auf Empathie basierenden Beziehung aus. Empathie ist zentral für eine Bindung, da wir uns in den anderen hineinversetzen müssen, um sozial adäquat reagieren zu können.

Diese Fähigkeit kann trainiert werden. Mit Mimikresonanztraining können wir üben, Emotionen unseres Gegenübers zu erkennen und angemessen zu reagieren. Dies kann Bindungen stärken.

Außerdem ist Bindung, in Form von sozialer Unterstützung einer der wichtigsten Schutzfaktoren für unsere psychische Gesundheit. Wer eine oder mehrere starke Bindungen hat, minimiert das Risiko von Burn-out und anderen psychischen Erkrankungen. Beziehungen pflegen ist also ein grundlegender Bestandteil für das eigene mentale Immunsystem.

Bindung und Emotionen

Bindung kann unterteilt werden in die Beziehungsebene und die Sachebene. Dabei muss die Beziehungsebene klar definiert und stabil sein. Zum Beispiel darf sie durch nicht ein Feedback in Frage gestellt werden. Zu Instabilitäten kann es kommen, wenn Sachthemen mit auf die Beziehungsebene genommen werden, das kann zu emotionaler Belastung führen.

Emotionen spielen bei der Bindung eine große Rolle. Sie bestimmen den Grad der Beziehung. Manchmal können sie jedoch auch hinderlich für das Seelenheil sein. Wenn wir eine Bindung eingehen, verpflichten wir uns dieser in mehr oder minderem Ausmaß. Nun kann das dazu führen, dass wir auch dysfunktionale Beziehungen weiter aufrechterhalten, selbst wenn uns diese Schaden. Für die „Seelenhygiene“ ist es ratsam, sich von solchen Beziehungen zu lösen.

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