Unglücklich im Job? Was Sie krank macht und wie Sie es verhindern können

    Der perfekte Job? Haben Sie ihn schon gefunden?

    Wer dauerhaft unglücklich im Job ist, läuft Gefahr davon krank zu werden. Jeder wünscht sich den “perfekten Job”: Man steht jeden Morgen motiviert auf und freut sich auf die Arbeit. Doch das ist bei vielen selten der Fall. Manchmal macht arbeiten einfach kein Spaß und man will sich lieber Zuhause verkriechen. Solche Phasen hat jeder. Wenn es allerdings keine Phase, sondern dauerhaft ist, wird es Zeit für Veränderung.

    Jobwechsel sind normal

    Häufig denkt der berufstätige Mensch an einen Jobwechsel. Nach einem schlechten Tag, oder auch einem schlechten Monat ist die innere Kündigung schnell mal geschrieben. Tatsächlich raten einige Experten dazu, nach sieben Jahren seinen Job zu wechseln.

    Ein Job muss nicht furchtbar sein, ehe man sich für einen Wechsel entscheidet. Der Wunsch nach einem anderen Beruf hat vielfältige Gründe. Beispielsweise spielen hier mehr Gehalt, Sehnsucht nach Herausforderung oder andere, flexiblere Arbeitszeiten eine Rolle.

    Eine Studie der ManpowerGroup in Kooperation mit Toluna stellte heraus, dass 46% der knapp 800 Befragten innerhalb von 12 Monaten einen Jobwechsel planen. Ihnen macht der Job keinen Spaß, es herrscht ein schlechtes Arbeitsklima und sie fühlen sich nicht genügend wertgeschätzt. Geht es Ihnen damit ähnlich? Dann sollten Sie sich die Frage stellen: Ist dieses Gefühl ein Dauerzustand oder nur eine Phase?

    Zeit für den Jobwechsel?

    In jedem guten Job gibt es auch mal schlechte Zeiten. Die können einen Tag, eine Woche oder auch einen Monat währen. Sogar ein schlechtes Jahr kann, wenn es eines unter vielen guten ist, akzeptierbar sein. Um neue Motivation zu erfahren hilft schon eine Veränderung in Form von Weiterbildung, Versetzung oder auch eine Auszeit in Form von einem Sabbatical. Tatsächlich gibt es auch Untersuchungen, die hier und da Probleme bei der Arbeit als Gesamtzufriedenheitsfördernd herausstellen, wenn diesen Problemen in Teams mit psychologischer Sicherheit begegnet wird.

    Wer hingegen dauerhaft unglücklich im Job ist, riskiert seine Gesundheit. Dauerhafte psychische Belastungen und Stress führen zu körperlichen und geistigen Einschränkungen. Das kann von verringerter Lebensfreude über Burnout bis hin zum Tod führen. In Japan bezeichnet man das als „Karoshi“, der als Tod durch Arbeit vor ca. 20 Jahren in den Versicherungsstatistiken auftauchte.

    Um solch drastische Folgen zu vermeiden, ist es sinnvoll herauszufinden, wann es Zeit für einen Jobwechsel ist. Dazu sollten Sie die wichtigsten Warnsignale dafür kennen, dass sie dauerhaft unglücklich im Job sind.

    Die Warnzeichen für dauerhafte Unzufriedenheit

    Es gibt Stressoren am Arbeitsplatz, die unsere Gesundheit gefährden. Das sowohl körperlich als auch seelisch. Diese stressauslösenden Reize haben Effekte auf uns. Lesen Sie hier, woran Sie erkennen, dass Ihre Arbeit Sie dauerhaft belastet und vielleicht auch krank machen kann.

    Stehen auch sie im täglichen Konflikt mit Ihrem Wecker?

    1. Sie kommen schlecht aus dem Bett

    Natürlich gibt es Morgenmuffel und Chronotypen, die morgens einfach noch nicht bereit zu hohen Leistungen sind. Morgens schlecht aus dem Bett zu kommen kann allerdings auch ein Zeichen für fehlende Motivation sein oder gar auf eine Depression hinweisen.

    Identifizieren Sie, weshalb es Ihnen morgens schwer fällt aufzustehen. Vergleichen Sie Ihre Motivation mit Wochenenden und Urlauben. Fällt es Ihnen da genau so schwer?

    Ratsam bei dauerhafter Antriebslosigkeit kann auch sein, sich mal von einem Arzt zum Thema Nährstoffversorgung untersuchen zu lassen.

    2. Sie haben Bauchschmerzen beim Gedanken an die Arbeit

    Unser berühmtes Bauchgefühl liegt oft richtig. Wenn uns etwas also Bauchschmerzen bereitet, ist das ein Warnsignal unseres klugen Systems. Wenn wir unser Unglück immer ignorieren, dann macht sich das im Körper bemerkbar.

    Das müssen nicht nur Bauchschmerzen sein, auch Kopf- und Rückenschmerzen treten dann häufiger auf. Beobachten Sie, wann Beschwerden auftreten. Haben Sie beispielsweise jeden Montag Kopfschmerzen? Und dann sonntagabends Bauchschmerzen? Legen Sie Achtsamkeit auf Ihren Körper und seine Rückmeldungen, um zu verstehen, was er Ihnen mitteilen möchte. Diese Anzeichen können auf psychische Belastung im Job hinweisen, können aber auch anderen Ursprungs sein.

    Gerade die so genannten somatischen Marker, das heißt die Rückmeldungen unseres Körpers sind wertvolle Hinweis, um im Bereich Motivation und Entscheidungsfindung zu bemerken, was ich nicht nur kognitiv gut finde, sondern wo ich in Kongruenz mit meinem Körper handele. Dazu kann ich mich auch gegen die Herausforderungen des Alltags immunisieren und stärken: Um sich stark gegen psychische Belastungen und Stress zu machen hilft ein Resilienztraining oder ein Resilienz Coaching.

    3. Sie langweilen sich enorm

    Kennen Sie die Redewendung „sich zu Tode langweilen“? Dahinter steckt, dass nicht nur Überlastung schädigend ist, sondern auch Unterforderung. Wer sich ständig in seinem Job langweilt, kann im schlimmsten Fall einen Bore-out, das Pendant zum Burn-out, erleiden.

    Auch wenn es nicht soweit kommt, mindert chronische Langeweile die Lebensqualität. Fragen Sie sich daher: Wann hat Ihre Tätigkeit Sie das letzte Mal mit Freude erfüllt? Was fanden Sie zuletzt wirklich spannend? Finden Sie heraus, wie es zu dieser Veränderung kam, vielleicht durch einen Chefwechsel oder ein anderes Aufgabengebiet.

    Langeweile kommt auch durch Routine. Wenn Sie nie etwas Neues lernen oder tun, macht Sie das unglücklich im Job. Ihr Gehirn brauch Herausforderungen, um zu wachsen und neue Erlebnisse, um nicht einzugehen.

    Schaffen Sie sich neue Anreize, indem Sie Ihre Aufgabe aus einer neuen Perspektive sehen. Oder sprechen Sie mit Ihrem Chef und bitten um neue Aufgaben.

    Wenn wir gedanklich überladen sind, fällt es schwer Konzentration zu finden.

    4. Konzentrieren fällt schwerer

    Wenn es in Ihrem Job nach mehreren Jahren nichts mehr gibt, was wirklich Ihre volle Konzentration beansprucht, macht Ihnen Ihre Aufgabe einfach kein Spaß mehr. Freude und Interesse als Emotionen sind eng miteinander verknüpft.

    Ein Zeichen für fehlende Freude am Arbeitsplatz ist daher auch mangelndes Interesse. Das zeigt sich in einer dauerhaften Konzentrationsschwäche. Flüchtigkeitsfehler nehmen zu und werden schwerwiegender. Zudem kann eine Konzentrationsschwäche ein erstes Burn-out-Symptom darstellen.

    Legen Sie Ihre Achtsamkeit darauf wann und wie häufig Ihnen Fehler unterlaufen. Bei welchen Tätigkeiten sind Sie konzentrierter als bei anderen? Und wie können Sie mehr von diesen Tätigkeiten in Ihren Alltag integrieren?

    5. Konflikte am Arbeitsplatz lassen sich nicht lösen

    Konflikte am Arbeitsplatz lassen sich auf kurze oder lange Sicht nicht vermeiden. Immer mal kommt es zu Auseinandersetzungen, da jeder Mensch sein eigenes individuelles Denken hat. In den meisten Fällen lassen sich diese Konflikte durch resiliente Kommunikation und wertschätzenden Umgang miteinander lösen.

    Manchmal jedoch bleiben unterschwellige oder auch offene Konflikte bestehen. In solchen Fällen helfen Aussprachen nicht, sondern einer der beiden muss das Feld räumen. Wenn es sich bei dem anderen um den Vorgesetzten handelt, hat der die bessere Position.

    Wenn Sie fast täglich in Konfliktsituationen geraten oder gar Mobbing oder Straining erfahren, wird es Zeit für einen Jobwechsel. Schützen Sie sich davor, unglücklich im Job zu sein.

    Und mitunter fahren die Gedanken Karussell.

    6. Das Gedankenkarussell steht nicht still

    Regeneration ist eines der wichtigsten Faktoren für ein resilientes und gesundes Leben. Unser Körper und unser Gehirn brauchen Ruhe und müssen auch mal abschalten. Fällt Ihnen das schwer? Denken Sie ständig an die Arbeit und Ihr Gedankenkarussell steht kaum still?

    Stress, Überforderung und Angst, die Sie von der Arbeit mit nach Hause nehmen, belasten. Achten Sie darauf, ob und welche Faktoren bei der Arbeit Ihre innere Unruhe auslösen. Vielleicht lässt sich diese durch Übungen wie die Ein-Minuten-Meditation (einfach eine Minute die Augen zu und nichts tun, außer auf die eigene Atmung zu achten) und Klopfen herunterfahren. Wenn nicht sollten Sie sich fragen, ob Sie mit Ihrem Job Ihr eigenes Wohlbefinden dauerhaft schädigen.

    7. Sie jammern viel

    In vielen Fällen fällt Unzufriedenheit zuerst dem äußeren Umfeld auf. Wir sind so in unseren Trott gefangen oder haben uns einfach schon an das Unglücklichsein gewöhnt. Haben Ihnen nahestehende Menschen gesagt, Sie beschweren sich viel? Oder haben Sie sich selbst beim Jammern erwischt?

    Denken Sie über Ihre Worte nach. Was genau stört Sie an Ihrem Job? Zu jammern versetzt gleichzeitig immer in eine Opferrolle und macht passiv. Was können Sie allerdings aktiv tun, um Ihre berufliche Situation zu verbessern?

    Ich bin unglücklich im Job – und jetzt?

    Wenn mehrere der oben genannten Punkte auf Sie zutreffen, handelt es sich wahrscheinlich nicht nur um eine schlechte Phase. Sie sind dauerhaft unglücklich im Job und es macht Sie auf langer Sicht hin krank. Was können Sie also tun?

    Resilienz trainieren für mehr Wohlbefinden

    Es gibt viele Gründe trotzdem an seinem Job zu hängen. Falls ein Jobwechsel für Sie eine Notlösung wäre, sollten Sie mit Punkten anfangen, die Sie ändern können. Resilienz trainieren hilft Ihnen dabei, besser mit Stress umzugehen, sich auch nach der Arbeit entspannen zu können und einen Ausgleich zu schaffen.

    Lernen Sie in einem Resilienztraining, was Ihnen gut tut und wie Sie Ihr Wohlbefinden stärken können. Die Resilienz zu stärken bedeutet in erster Linie eine Verhaltensänderung. Sie lernen Techniken, mit Überforderung, Konflikten und Stress umzugehen und damit mehr Glück in Ihren aktuellen Job zu bringen.

    Andere Wege gehen

    Nehmen wir an, das was Sie unglücklich im Job macht, lässt sich nicht durch Verhaltensänderungen verbessern. Dann wir es Zeit für eine Änderung der Verhältnisse. Äußere Stressoren wie Lärm, Luft und Licht lassen sich meist leicht ändern. Permanente Überstunden, fehlende Wertschätzung und zu wenig Gehalt sind allerdings Dinge, an denen Sie nur schwer etwas tun können.

    In manchen Fällen ist es sinnvoll die Reißleine zu ziehen und den Job zu wechseln. Schauen Sie auf Ihre Motivation, das was Ihnen an einem Job wichtig ist und auf ihr Wohlbefinden. Am besten ist es, schon früh ihre Unzufriedenheit festzustellen, sodass Sie nicht kurz vorm Burnout die Kündigung einreichen. Achtsamkeitstraining kann Ihnen helfen, frühzeitig die Warnsignale Ihres Körpers zu erkennen und rechtzeitig zu handeln.

    Was können Unternehmen für mehr Zufriedenheit am Arbeitsplatz tun?

    Damit es erst gar nicht zu Kündigungen kommt, sollten Führungskräfte auf einige Dinge in ihrem Unternehmen achten. Um die organisationale Resilienz und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden zu stärken hilft ein Resilienz-Lotse.

    Resilienz-Lotsen dienen als Erinnerungshelfer des Unternehmens und stärken auch im Arbeitsalltag die Achtsamkeit auf eine geringe psychische Belastung und mehr Gesundheit. Sie unterstützen die Führungskräfte für einen gesunden und damit leistungsstarken Betrieb.

    Zudem können Unternehmen den oben genannten Faktoren entgegenwirken. Zum Beispiel indem Sie interessante und sinnstiftende Aufgaben schaffen. So werden weniger Mitarbeitende Langeweile als einen Grund zum Jobwechsel empfinden. Außerdem ist die Aufgabe des Unternehmens eine angenehme Unternehmenskultur zu schaffen. Das geht nicht nur durch angenehm eingerichtete Pausen- und Rückzugsorte. Auch eine Verbesserung der sozialen Beziehungen hilft.

    Mehr Tipps für Ihr Unternehmen finden Sie hier: https://resilienz-akademie.com/organisationale-resilienz/

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