Selbstwirksamkeit – der Glaube an uns selbst

    Bei Selbstwirksamkeit handelt es sich um eine von drei grundlegenden Praktiken zur Stärkung von Resilienz. Damit gehört sie zu den sieben Säulen der Resilienz. Selbstwirksamkeit bedeutet hier, der Glaube an sich selbst und in die eigenen Fähigkeiten. Es ist die innere Überzeugung, durch dass Sie mit ihren eigenen Kompetenzen wirksam sind, Dinge von sich aus verändern können. Mithilfe von Resilienz-Training kann diese Überzeugung gestärkt werden.

    Ziel der Selbstwirksamkeit ist es, uns so ein neues Gerüst aus Mustern und Routinen einzuprägen und zu üben, mit dem wir Stress flexibler begegnen und die Krisen des Lebens unbeschadet überwinden.

    Dabei stehen nicht die Erwartungen anderer im Vordergrund, sondern die persönliche, subjektiv empfundene Sammlung der eigenen Stärken und Kompetenzen. Mit einem hohen Bewusstsein von Selbstwirksamkeit gehen wir auch größere Hürden an und senken Selbstzweifel und Versagensängste.

    Voraussetzung für Selbstwirksamkeit

    Wichtig für den Aufbau von Selbstwirksamkeit ist stets ein guter Umgang mit sich selbst, und auch mit den eigenen Grenzen. Scheitern ist erlaubt, manchmal sogar gut. So lernen wir und entwickeln uns weiter. Ein guter Umgang mit sich selbst bedeutet, die eigenen Grenzen auch zu akzeptieren. Selbstwirksamkeit hilft, Grenzen auszutesten und sich an Hürden heranzuwagen – Denn nur so können diese auch überwunden werden.

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    Selbstwirksamkeit hat viel mit dem Glauben in die eigene Kraft zu tun und in die eigene Fähigkeit etwas aus dieser Kraft heraus zu bewegen. Ob er das wohl schafft?

    Wie stärke ich meine Selbstwirksamkeit?

    Zunächst hilft es, sich diese drei Fragen zu stellen:
    1. Was läuft gut?
    2. Was soll sich ändern?
    3. Wie kann ich mich in stressigen Situationen an meine Fähigkeiten erinnern?

    Die letzte Frage zielt darauf, dass Sie sich Anker schaffen. Ein Anker ist ein Gegenstand, ein gedankliches Bild oder eine Handlung, die ihnen dabei hilft, dass Sie bei Stress nicht „den Kopf verlieren“ sondern sich an ihre Selbstwirksamkeit erinnern.

    Zum Beispiel kann hier das Schreiben eines Tagebuchs Sie unterstützen, ihre eigenen Fähigkeiten wahrzunehmen. Füllen Sie es mit glücklichen Gedanken, Erfolgserlebnissen oder wertschätzenden Feedbacks. Ganz akut kann, zum Beispiel, auch das Halten eines bestimmten Gegenstands bei einem Vortrag einen Anker darstellen. Das Festhalten und Bewusstmachen des eigenen Könnens und der Ressourcen ist elementar für eine große Selbstwirksamkeit.

    Angesichts von Stress vergessen wir oft, wozu wir im Stande sind. Das Bewusstsein, dass wir aus eigener Kraft etwas bewirken können reduziert diesen Stress. Wenn wir auf unsere Kompetenzen und Fähigkeiten vertrauen, trauen wir uns weiter zu gehen und eine Krise wirkt gleich auch weniger bedrohlich.