Resilienz fördern

    Resilienz fördern bedeutet selbst bei Stress ein gutes und glückliches Leben zu ermöglichen. Denn wir Menschen können unglaubliche Dinge erschaffen und Techniken erdenken. Dabei managen wir nebenbei noch den ganz normalen Lebensalltag. Stress kommt im hektischen Leben wie automatisch dazu. Damit dieser Stress nicht zu gesundheitlichen Problemen führt, ist eine starke Resilienz notwendig. Denn Resilienz ist die innere Widerstandskraft gegen Stress und in Krisen.

    Wozu die Resilienz fördern?

    Wenn wir von Resilienz sprechen, meinen wir damit die seelischen Abwehrkräfte sowie die körperliche Stärke gegen die Auswirkungen von Stress. Somit können wir flexibler mit Belastungen im Beruf und privat umgehen und sind widerstandsfähig bei Krisen.

    Die Resilienz fördern bedeutet also, das eigene Wohlbefinden steigern und sich selbst stabil gegen die Anforderungen des Lebens zu machen. Dabei ist es wichtig, diese Fähigkeit weiter auszubauen, um ein gesundes und zufriedenes Leben zu schaffen.

    Das Schöne ist, jeder Mensch besitzt die Fähigkeit, die eigene Resilienz zu fördern. Hier können Sie lesen, wie Sie Ihren Schutzschild gegen Stress und Krisen stärken und ausbauen.

    Wie kann ich Resilienz fördern?

    Die Fähigkeit Geist und Körper gesund zu halten besitzt jeder Mensch. Diese kann zusätzlich von jedem Menschen und in jedem Alter weiter gefördert werden. Wollen Sie dies angeleitet erfahren? Oder wollen Sie selbst lernen die Resilienz Ihrer Mitmenschen zu trainieren? Dann empfiehlt sich der Besuch eines Resilienz Trainings, Resilienz Coaches oder die Ausbildung dazu. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

    Sie können auch jetzt schon anfangen Ihre Resilienz zu fördern. Im Folgeneden sind für Sie 6 Tipps zusammengestellt, mit denen Sie noch heute etwas Gutes für sich und Ihre Gesundheit tun können.

    Meditieren Sie – Es lohnt sich!

    Achtsamkeit stärken

    Im hektischen Alltag verlieren wir gerne die kleinen Dinge aus den Augen. Wir versuchen mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen, gedanklich überall zu sein und die Zeit so sinnvoll wie möglich zu nutzen. Dabei fällt uns gar nicht auf, dass wir so auf alles achten, nur nicht auf uns selbst.

    Wir sind, so egoistisch das auch klingt, das Wichtigste in unserem Leben. Und wenn wir die körperlichen Hinweise auf unsere Bedürfnisse ignorieren, schaden wir uns nur selbst. Achtsamkeit heißt hier das Schlüsselwort. Techniken wie die Achtsamkeitsmeditation finden immer mehr Anklang im gesellschaftlichen Leben und das zurecht. Denn wenn wir lernen auf den Körper zu hören, gehen wir besser mit uns um und fördern die Resilienz.

    Wahrnehmung und Selbstwahrnehmung trainieren

    Der Mensch hat die grandiose Fähigkeit, sich auf spezielle Dinge besonders zu fokussieren. Der Nachteil dabei ist, unter Stress fokussiert sich der Blick ganz von selbst auf die eher negativen Dinge. Unsere Wahrnehmung beschränkt sich unter Belastung. Da wir uns auf das Schlechte konzentrieren, bekommen wir das Gefühl alles sei schlecht. Das ist die beste Eintrittskarte in eine Abwärtsspirale. Doch dem lässt sich etwas entgegensetzten.

    Achten Sie bewusst auf Ihre Wahrnehmung. Was sehen, hören, empfinden Sie? Was davon ist wirklich schlecht und welche kleinen Lichtblicke haben Sie vielleicht in letzter Zeit übersehen? Um den eigenen Fokus zu erweitern helfen die Fragen:

    • Was ist heute gut gelaufen?
    • Wofür bin ich heute dankbar?
    • Was soll sich im Moment nicht ändern?

    Wenn Sie sich diese Fragen regelmäßig stellen, trainieren Sie Ihre Wahrnehmung darauf, auch unter Stress gute Ereignisse ins Bewusstsein zu lassen. Allein das stärkt Ihr Wohlbefinden und wird Ihre Resilienz fördern.

    Ein ebenfalls wichtiger Faktor ist die Selbstwahrnehmung. Der Körper ist unser wichtigstes Werkzeug und Medium in der Welt. Um so bedeutender ist es, dass wir ihn gut pflegen und auf ihn hören. Denn wir erhalten von unserem Körper Hinweise auf unerfüllte Bedürfnisse. Doch im Laufe der Jahrzehnte haben die Menschen gelernt die Hinweise gekonnt zu ignorieren. So schenken wir uns bei Müdigkeit lieber noch einen Kaffee ein, statt uns eine Pause zu gönnen. Oder holen uns schnell etwas Fettiges beim Imbiss um Zeit zu sparen, statt rechtzeitig für eine gesündere Alternative zu sorgen.

    Die eigene Selbstwahrnehmung zu stärken hilft nicht nur ein gesünderes Leben zu führen, sondern auch Stress besser wahrzunehmen. Kennen Sie Ihre Stresssymptome, können Sie besser dagegen handeln. Konzentrieren Sie sich dafür auf Ihren Körper.

    • In welchen Situationen spüren Sie Stress?
    • Was haben diese Situationen gemeinsam?
    • Was hilft Ihnen in diesen Situationen?

    Wie Worte wirken

    Ein weiterer Weg die Achtsamkeit zu stärken und damit Resilienz zu fördern ist die Wirkung von Worten zu kennen. Sprache ist überall um uns herum. Wir kommunizieren ständig, und das teilweise ohne unseren Gegenüber zu sehen. Gerade mit den modernen Kommunikationsmitteln ist es hilfreich die Wirkung der Sprache mitzudenken, ehe es zu Missverständnissen und Auseinandersetzungen kommt.

    Freude ist ein wichtiger Bestandteil von gesunder Resilienz

    Hierzu ein kleines Experiment: Denken Sie an das Wort Freude. Wie fühlt es sich an? Spüren Sie es eher im Bauch oder in der Brust? Ist es eher hell oder eher dunkel?
    Und jetzt denken Sie an das Wort Problem. Wie fühlt es sich an? Spüren Sie es im Bauch oder in der Brust? Fühlt es sich eher eng oder eher weit an? Hell oder dunkel?

    Vielleicht haben Sie einen Unterschied bemerkt. Denn wir reagieren auf Worte. Kein Wunder also, dass man sich in einer Besprechung, in der es um den Kampf gegen Zahlen und problematische Absätze, nicht unbedingt wohl fühlt. Kriegsmetaphern werden gerne in den Alltag integriert, um dramatisch zu wirken. Doch die Auswirkungen auf den Menschen kennen viele nicht.

    Sie können mit ihrer Wortwahl ebenso viel für sich wie für Ihr Umfeld tun. Eine leichte und wirkungsvolle Maßnahme hierfür ist das Verwenden von „UND“ anstelle von „aber“. Wenn Sie also zu einem Kollegen sagen: „Ich kümmere mich um diese Aufgabe, und das nachdem ich hier fertig bin“, geben Sie ihm keine Absage durch ein „aber“. Sie priorisieren so, ohne etwas abzuwerten. Ein „und“ verbindet, während alles vor dem „aber“ theoretisch keine Rolle spielt.

    Versuchen Sie, in Ihrem täglichen Sprachgebrauch sich zu fragen: Meine ich hier wirklich „aber“ oder doch eher „und“? So legen Sie Achtsamkeit auf Ihre Sprache und gehen auch achtsam mit Ihren Mitmenschen um.

    Regeneration fördern

    Unter Belastung spannt sich der Körper an. Langanhaltender Stress bedeutet also, dass wir permanent unter Anspannung stehen. Ein Universalltipp für einen resilienten Umgang mit Stress ist daher die Würdigung von Regeneration.

    Der Mensch ist keine Maschine. Wir können nicht non-stop durchpowern ohne Leistungsminderung oder gar völlige Erschöpfung. Um also energiereich und leistungsstark arbeiten und leben zu können, müssen wir unsere Kräfte regenerieren. Hierfür sind zwei Aspekte besonders wichtig. Pausen einzulegen und gesund Schlafen.

    Pausen fördern Resilienz

    Mit leichtem Sport fördern Sie Ihre Regeneration aktiv.

    In der Schule wird alle 45 Minuten eine 5 Minuten Pause eingelegt. Als Kind denken wir nicht darüber nach, doch das sollten wir als Erwachsener. Denn sobald wir im Arbeitsalltag sind, messen wir Pausen keine große Bedeutung mehr zu. Schnell Etwas runter schlingen in der Mittagspause und weiter geht’s. Dazu kommt bei Büroarbeit eine meist sehr statische Haltung, was Belastung für den Rücken und Nacken nach sich zieht.

    Pausen sind dazu da, Kräfte zu sammeln und kurz abzuschalten. Denn nur so können Sie über den ganzen Tag hinweg effizient und produktiv sein. Oft denken wir, dass eine Pause sich schlecht einschieben lässt oder als Faulheit wirkt.

    Verbinden Sie Ihre Regenerationszeit also mit einem Gang zum Kopierer oder in die Küche. Öffnen Sie ein Fenster oder genehmigen Sie sich gleich einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft. Wenn Sie für Bewegung und gedankliche Ruhe sorgen, sei es nur einen kurzen Augenblick zwischendurch, merken Sie den Effekt auf Ihre Arbeitsleistung und Motivation. So können Sie auch am Arbeitsplatz Ihre Resilienz fördern.

    Gesund Schlafen leicht gemacht

    Am besten regenerieren wir im Schlaf. Wir können nicht ohne Schlaf, es ist die wichtigste Quelle unserer Energie. Dabei ist Schlafen meist nicht so einfach, wie gedacht. Eine der häufigsten Stressverursacher ist Schlafmangel oder schlechter Schlaf. Mit ein paar einfachen Aspekten, auf die Sie achten können, verbessern Sie Ihre Regeneration und stärken Ihr Wohlbefinden.

    Gehen Sie schlafen, wenn Sie müde sind. Das gilt übrigens auf für Tagschlaf. Das sogenannte Mittagsschläfchen ist in Deutschland nicht so weit verbreitet wie die Siesta in Italien beispielsweise. Doch gerade im Mittagstief bewirkt ein kurzer Schlaf, dass Sie sich frisch, erholt und entspannt fühlen. Für das Nickerchen am Arbeitsplatz empfiehlt sich der BuisnessNap.

    Schalten Sie aus, um abzuschalten. Elektronische Geräte vor dem Einschlafen sorgen dafür, dass wir nicht gut zu Ruhe kommen. Das Licht vom Handy beispielsweise vermindert die Melatonin Bildung. Der Botenstoff, der den Körper quasi ‚herunterfährt‘. Verzichten Sie daher eine halbe Stunde vor dem Schlafen auf Fernseher, Tablett und Handy. Gedimmtes Licht hilft außerdem besser abzuschalten.

    Gestalten Sie ein angenehmes Aufwachen. Das Ideal ist, noch vor dem Wecker klingeln aufzuwachen und direkt in Bewegung kommen. Klingt für viele leider utopisch. Denn oft gehen wir spät ins Bett zugunsten unserer Freizeit. Gestalten Sie daher das Wecken durch den Wecker so angenehm wie möglich. Hierfür empfiehlt sich ein Lichtwecker, der die aufgehende Sonne simuliert und damit einen natürlichen, und körperfreundlichen Start in den Tag ermöglicht.

    Diese einfachen Tipps helfen Ihnen, besser zu regenerieren und damit fit für die anstehenden Herausforderungen des Alltags zu sein. So können Sie Resilienz fördern und Ihren Schutzschild gegen Stress stärken.

    Selbstwert stärken

    Der Selbstwert ist das Immunsystem der Seele. Mir einem starken Selbstwert glauben wir an unsere eigenen Taten und fühlen uns weniger verletzlich. Oft stehen wir uns bei einem starken Selbstwert allerdings selbst im Weg. Selbstzweifel und negative Überzeugungen drücken uns nieder und halten uns klein. Doch das können wir selbst ändern. Für mehr zu diesem Thema lesen Sie „30 Minuten Selbstwert“.

    Glaubenssätze erkennen

    Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Wir gewöhnen uns schnell an Denkmuster und vergessen diese nur schwer. Daher fällt es uns auch nicht einfach, einmal erlernte Glaubenssätze zu ändern. Glaubenssätze sind dabei die inneren Überzeugungen, die wir uns im Laufe des Lebens angeeignet haben.

    Nicht alle Glaubenssätze sind hinderlich für einen starken Selbstwert. Doch Denkmuster wie beispielsweise „Ich darf keine Fehler machen“ führen unweigerlich dazu, dass sich bei Fehlern der Selbstwert vermindert.
    Glaubenssätze verleihen Stabilität und Ordnung. Daher ist es sinnvoll sich zu fragen, welche Denkmuster helfen mir, einen starken Selbstwert zu haben, und welche sind Selbstwerträuber. Hinterfragen Sie Ihre Muster:

    • In welchen Situationen fühlen Sie sich weniger wert?
    • Welcher Gedanke führt zu diesem Gefühl?
    • Wo haben Sie diese gelernt?

    Denn Glaubenssätze sind erlernt und haben nichts mit Ihnen als Person zu tun. Es bedeutet auch, Sie können diese Muster flexibilisieren und umlernen.

    Selbstakzeptanz steigern

     

    Fördern Sie Ihre Resilienz und lernen Sie sich selbst besser zu akzeptieren.

    Akzeptanz ist ein wichtiger Bestandteil einer starken Resilienz. Wenn Sie Resilienz fördern wollen, ist das Steigern der Selbstakzeptanz ein wertvoller Schritt. Nehmen wir an, Sie haben einen Selbstwerträuber, also einen negativen Glaubenssatz, gefunden.

    Als Beispiel: „Ich muss immer pünktlich sein“

    Selbstakzeptanz bedeutet in dem Fall, dass Sie sich bewusst sind, auch bei Verspätung ein wertvoller Mensch zu sein. Eine Technik hilft dabei, die Akzeptanz zu stärken und Resilienz zu fördern. Diese Technik nennt sich Kurbeln. Das Kurbeln integriert innere und äußere Zwänge und verändert die Glaubenssätze durch Akzeptanz.

    Machen Sie dafür mit der rechten Hand eine kleine, kreisende Bewegung unterhalb des linken Schlüsselbeins. Dazu sprechen Sie einen Integrationssatz: „Auch wenn ich …, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin!“

    Für das Beispiel bedeutet das: „Auch wenn ich immer pünktlich sein muss, liebe und akzeptiere ich mich so, wie ich bin. Und auch wenn ich mal nicht pünktlich bin, schätze und achte ich mich so, wie ich bin!“

    Dies können Sie individuell für Ihren Selbstwerträuber anwenden. Sie können auch mit den Phrasen variieren. Es geht darum, dass Sie sich gegenüber sagen, dass Sie sich akzeptieren. Durch die Steigerung der Selbstakzeptanz stärken Sie Ihren Selbstwert und fördern Ihren inneren Schutzschild gegen Stress. So können Sie Resilienz fördern.