Nein sagen tut gut!

    Wir sagen nicht gerne „Nein“. Ein „Nein“ kommt uns meist viel schwerer über die Lippen als ein „Ja“. Schließlich verbinden wir damit Ablehnung und oft auch Stress. Ein „Ja“ ist für uns einfacher, weil wir so das Gefühl haben niemandem vor den Kopf zu stoßen und Streit oder Enttäuschung zu vermeiden. Wir haben zu oft erfahren, dass ein „Nein“ negative Konsequenzen (zumindest in unserem Umfeld) hat.

    Nein ist ein Ja zu sich selbst

    Ein „Ja“ hat leider im Gegenzug häufig die Eigenschaft negative Konsequenzen für uns selbst zu haben. Wenn Sie ständig „ja“ zu all den kleinen Bitten im Alltag sagen, vergessen Sie sich ganz.
    Können Sie das eben übernehmen? Kannst du mir das ausleihen? Kannst du bitte schnell noch…?

    Im Beruf wie im Privatleben sagen wir schnell „ja“, wobei wir am liebsten „nein“ sagen würden. Dabei ist ein Nein zu anderen ein Ja zu sich selbst. Wenn wir auf uns selbst achten und in uns hinein horchen, können wir lernen „nein“ zu sagen. Mithilfe von Resilienz Training können Sie lernen Stress zu vermeiden, indem Sie mehr auf sich selbst achten – angefangen mit einem „Nein“.

    Hilfestellung fürs Nein sagen

    Das automatische Ja haben wir uns über Jahre antrainiert. Doch genauso gut können wir auch wieder erlernen Nein zu sagen. Dafür ist Geduld, Übung und vor allem etwas Mut notwendig. Weil wir meist Angst vor dem Nein und seinen Konsequenzen haben, gilt es hier über seinen eigenen Schatten zu springen.

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    Im Rahmen eines Resilienz-Trainings lernen Sie auch richtig Nein zu sagen. Mit Nachdruck, ohne Notlüge und vor allem ohne unnötigen Stress.

    Besonders wenn wir oft Ja zu allem sagen, werden die Menschen um uns herum zunächst enttäuscht oder gar böse über ein Nein sein. Lassen Sie sich davon nicht abschrecken, Sie werden lernen mit diesen Reaktionen umzugehen. Denn auch wenn der Anfang schwierig ist – für ein selbstbestimmteres Leben lohnt es sich, solche Reaktionen in Kauf zu nehmen.

    Hier ein paar Tipps, die öfter mal „Nein“ sagen erleichtern:

    – Nehmen Sie sich Zeit, bevor Sie antworten. Ein „Ja“ kommt vorschnell, wenn Sie sich überrumpelt fühlen oder unter Druck handeln. Mit ein bisschen Zeit können Sie besser entscheiden, ob Sie wirklich Ja statt Nein sagen möchten.
    – Selbstachtung ist der Schlüssel! Mit einer starken Selbstachtung und dem Gefühl, dass Sie liebenswert sind, werden Sie weniger Angst vor Zurückweisungen haben. So bauen Sie die Toleranz für ein „Nein“, samt seinen Folgen auf.
    – Geben Sie sich die Erlaubnis mal egoistisch zu sein. Dabei ist es hilfreich zu akzeptieren, dass in jedem Menschen ein kleiner Egoist steckt. Auch in Ihnen. Und das ist vollkommen in Ordnung! Wenn wir etwas geben, bekommen wir etwas dafür – das ist das eigentliche Prinzip des Gebens. Daher denken Sie auch daran, dass Nehmen natürlich ist. Beanspruchen Sie ihren Willen für sich.
    – Sprechen Sie Klartext. Notlügen sind zwar praktisch und erhalten oft Sympathie aufrecht, aber sie haben ihren Preis. Man verstrickt sich nur allzu leicht darin. Bleiben Sie bei ihrem „Nein“ also direkt und wahrheitsgemäß. Nur so können Sie ein schlechtes Gewissen umgehen.

    Abschließend noch ein gut gemeinter Rat: Bleiben Sie am Ball und haben Sie Geduld mit sich. Ein „Nein“ ist eher ungewohnt, und unser Gehirn ist ein Gewohnheitstier. Je geübter Sie Nein sagen, desto leichter wird es fallen. Und Sie können das befreiende Gefühl genießen, zu sich selbst „Ja“ zu sagen. Nein bringt Sie auf einen selbstbestimmten, stressfreien und zufriedenen Lebensweg!