Motivation als innerer Motor

    In unserem alltäglichen Sprachgebrauch verstehen wir unter Motivation die Bereitschaft Leistung zu erbringen. Allgemein ist es jedoch lediglich der Prozess, in dem eine Handlung durch bestimmte Motive angetrieben wird. Aus psychologischer Sicht geht es allerdings lediglich um den Antrieb etwas zu tun.

    Motivation aus psychologischer Sicht

    Die Frage um den Antrieb ist seit langem Teil der Psychologie. So konnten sich im Laufe der Zeit die unterschiedlichsten Theorien darüber bilden, welche Faktoren unser Handeln bedingen; Triebe, Instinkte, situative Anreize, Persönlichkeitsmerkmale etc.

    Beim Antrieb handelt es sich um einen Zustand von Aktivismus. Das bedeutet wir entscheiden uns aktiv für eine zielgerichtete Handlung. Meist bestimmen wir dabei auch gleich die Intensität der Bereitschaft und die Ablaufform der Handlung.

    Zudem lassen sich zwei verschiedene Formen erkennen. Die intrinsische und die extrinsische Motivation.
    Intrinsisch: allein die Ausführung der Handlung ist belohnend. Die Motive hierbei sind beispielsweise Neugier, Spaß und Interesse.
    Extrinsisch: An die Ausführung der Handlung sind Belohnungen oder auch Bestrafungen geknüpft. Motive hierbei können Leistungsanerkennung oder Lob bzw. Tadel sein.

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    Intrinsische Motivation ist ein starker Motor, der es möglich macht auch schwerste Hindernisse zu bewältigen.

    Emotionen und Motivation

    Sowohl bei der intrinsischen als auch bei der extrinsischen Motivation spielen Emotionen eine wichtige Rolle. Das rührt daher, dass wir Handlungen anhand von positiven oder negativen Gefühlen bewerten. Zum Beispiel kann Freude bei Befriedigung der Neugier ausschlaggebend für den Antrieb sein. Genau so kann ein unangenehmes Gefühl bei Zwang dazu führen, ebenso unangenehme Folgen bei Unterlassen einer Handlung zu vermeiden.

    Die Verknüpfung von Emotionen und Motivation sollte als ein Prozess angesehen werden. Dabei verschränken sich Befindlichkeit und Antrieb miteinander. In diesem Kontext spielt auch der Begriff der „Bedürfnisse“ eine große Rolle. Denn Bedürfnisse, worauf Emotionen meist hinweisen, sind eine ureigene Art des Antriebs.

    Zwei Richtungen der Motivation

    Schon von dem lateinischen Begriff „motus“, zu Deutsch „Bewegung“, lässt sich ableiten, was Antrieb bedeutet. Besonders beim Resilienz Training wird mit dieser Deutung gearbeitet. In der lösungsorientierten Zielarbeit gibt es zwei Richtungen der Bewegung, um sein Ziel zu erreichen.

    Zum einen gibt es die sogenannte „Weg-von“- Motivation. Der Antrieb ist also eine Unzufriedenheit der momentanen Situation. Dies kann kraftvoll sein, auch wenn kein klares Ziel vor Augen liegt.

    Zum anderen gibt es die „Hin-zu“- Motivation. Das Motiv hierbei ist der Wunschzustand, den es zu erreichen gilt. Der Fokus liegt hier bei der Zukunft, ohne wirklich unglücklich mit der momentanen Situation zu sein. Der Antrieb ist daher eher schwach.

    Eine resiliente Zielsetzung profitiert am meisten von einer Kombination dieser beiden Richtungen. Stellen Sie sich vor, Sie steigen in ein Taxi und sagen „Fahren Sie los. Aber bloß nicht zum Bahnhof!“ Um eine Veränderung zu erzielen ist daher ein Weg-von und auch ein gutes Hin-zu die effektivste Motivationsgrundlage!