Körperhaltung stärkt Resilienz und aktiviert Ressourcen

    Unsere Körperhaltung ist das Instrument unserer Emotionen. Das klingt komplizierter als es wirklich ist. Das lässt sich an einem kleinen Experiment deutlich machen:
    Setzen Sie sich aufrecht hin, lächeln Sie und sagen laut: „Mir geht es echt beschissen, ich habe ein Problem!“. Und jetzt andersherum, richten Sie den Blick nach unten, schütteln Sie den Kopf und sagen: „Ja, mir geht es richtig gut!“. Wie fühlt sich das an? Passt nicht richtig zueinander, oder?

    Hier passen Haltung und Stimmung nicht zusammen. Und das liegt daran, dass unser Körpergefühl mit den Emotionen verbunden ist. Ebenso wie unsere Emotionen an unseren Körper geknüpft sind. Dieses Phänomen nennt sich Embodiment, zu Deutsch soviel wie „Verkörperung“. Das bedeutet, dass Geist und Körper sich gegenseitig beeinflussen.
    Wenn es uns gut geht ist unsere Körperhaltung anders, als wenn es uns schlecht geht. Allerdings können wir das auch verändern. Ein bewusstes Lächeln kann unsere Stimmung heben und unseren Zustand verbessern.

    Körperhaltung und Emotionen – Embodiment – Gibt es eine „richtige“ Körperhaltung?

    Jeder Körper ist individuell, daher ist auch die Körperhaltung etwas sehr Persönliches. Es gibt zwar Verallgemeinerungen, zum Beispiel, dass ein aufrechter Gang das Selbstbewusstsein stärkt (probieren Sie das doch gerne mal aus). Doch nicht alle Körpermythen lassen sich pauschalisieren. Verschränkte Arme sind nicht immer ein abweisender Gestus – die Haltung kann in der Situation auch einfach am bequemsten sein.

    Daher bleibt der Ratschlag zu einer „guten“ Körperhaltung eben auch nur ein Ratschlag. Manchmal hilft es jedoch sehr, diese zu berücksichtigen. Denn schon eine kleine Veränderung im Außen, kann eine große Veränderung im Innen bewirken.

    Körperhaltung

    Hier sehen sie den signifikanten Unterschied von guter und nicht gelungener Körperhaltung sehr gut. Mit wem würden Sie sich eher unterhalten?

    Wenn Sie sich akut besser fühlen wollen hilft am meisten ein bewusstes Lächeln. So helfen Sie ihren Gedanken aus einer Abwärtsspirale und ermöglichen sich, in einen besseren Zustand zu gelangen. Auch ein tiefes Ausatmen kann helfen. Unsere Körperhaltung hat großen Einfluss auf unsere Atmung. Und die Atmung hängt wiederum eng mit unserem Wohlbefinden zusammen.
    Von der Körperhaltung zu mehr Resilienz.

    Was hat es nun mit den Ressourcen auf sich? Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine aufrechte und positive Körperhaltung unser Wohlbefinden steigern kann. Wir können so aktiv unseren Zustand verbessern und schaffen uns so auch Zugang zu unseren Stärken und Kompetenzen.

    Ressourcen wie Selbstwert und Selbstwirksamkeit werden durch eine angepasste Haltung (re-) aktiviert. Das kann dazu beitragen unsere Resilienz auszubauen und zu stärken. Denn Gefühle und Zustände sind nicht festgeschrieben und unveränderbar. Wir schaffen Flexibilität durch kleine Veränderungen in der Haltung.
    Also wenn es Ihnen das nächste Mal schlecht geht – Lächeln Sie. Das fühlt sich dann zwar unpassend an, doch keine Sorge, Ihre Stimmung passt sich dem Lächeln an!