Akzeptanz: Grundhaltung der Resilienz

    Akzeptanz ist eine der sieben Säulen der Resilienz und eine grundlegende Haltung für das Leben. Ursprünglich stammt diese Lebenseinstellung aus dem Zen-Buddhismus. Im Gegensatz zu den verwandten Begriffen wie Toleranz und Hinnahme, ist Akzeptanz aktiv. Das bedeutet es handelt sich um eine freiwillige und aktive Annahme, die ein zustimmendes Werteurteil ausrückt.
    Akzeptanz besteht dabei aus einer kognitiven und einer emotionalen Komponente: Selbstakzeptanz und Selbstannahme. So werden die eigenen Grenzen und Fehler kognitiv akzeptiert und emotional für sich selbst angenommen.

    Gerade solche Grenzen und Fehler lösen sehr leicht Stress bei uns aus. Er baut sich auf, wenn wir ein selbst gesetztes Ziel nicht erreichen können. Oft empfinden wir das als Scheitern, was zusätzlich noch den Selbstwert senkt.

    Annahme hilft dabei, Fehler eben nicht als persönliches Versagen anzusehen. Durch die Grundhaltung lernen wir einen guten Umgang mit der eigenen Endlichkeit zu pflegen: Wir sind Menschen und wir haben Grenzen! Und wenn wir lernen diesen Umstand zu akzeptieren, können wir so entstehenden Stress vermeiden und glücklicher durch das Leben gehen.
    Umgang mit eigenen Grenzen: Das hypnosystemische Restriktionsmodell

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    Akzeptanz des eigenen Ich ist ein guter Deal für die persönliche Zukunft.

    Wir können sogar trainieren, die eigenen Grenzen zu akzeptieren. Dies zeigt Gunther Schmidt mit dem „hypnosystemischen Restriktionsmodell“. Mit Restriktionen sind eben solche angesprochenen Grenzen gemeint. Es können aber auch Probleme sein, die die alltäglichen Ablaufmuster stören. Wenn man das Sehnsuchtsziel nicht erreichen kann, hilft Annahme, nicht in Frustration zu fallen.

    Eine Unterscheidung ist hierbei sinnvoll
    Was kann ich ändern?
    Was kann ich noch nicht ändern?
    Was kann ich gar nicht ändern?

    Unter einem achtsamen und wertschätzenden Umgang mit sich, können diese Fragen dazu beitragen, Restriktionen zu akzeptieren. Das ist eine Form der Meta-Akzeptanz: Es gibt Dinge, die sich aus eigener Kraft nicht ändern lassen! Das ist zunächst ein schwerer Schritt des Einsehens, doch diese Einsicht löst Stress und angestauten Frust.
    Schmidt stellt hierfür das Konzept der zweitbesten Lösung zur Verfügung. Das bedeutet statt an einem unerreichbaren Sehnsuchtsziel zu verzweifeln arbeitet man an einer neuen Richtung. Die Grundhaltung der Lösungsorientierung wird so ebenfalls gestärkt. Denn neue Ziele zu akzeptieren, dabei gleichzeitig das Sehnsuchtsziel zu würdigen stärkt die Kompetenz zur Entwicklung neuer Lösungsansätze.

    Akzeptanz eigener Grenzen schafft Resilienz

    Die Akzeptanz seiner eigenen Schwächen, aber auch der eigenen Stärken ist eine elementare Eigenschaft, die das Selbstwertgefühl stärkt, größeres Selbstvertrauen schafft und zu Wohlbefinden führt. So fällt es uns auch leichter zu scheitern, ohne uns danach selbst zu geißeln. Schließlich lernen wir durch Akzeptanz auch, Verantwortung zu übernehmen, sodass wir Schuld nicht mehr abladen.

    Akzeptanz schafft Resilienz. Denn statt gegen Fehler zu kämpfen lernen wir sie zu akzeptieren und anzunehmen, was Stress ungemein vermindert.